Das Gericht spricht ein deutliches Urteil. Naturschutz hat Vorrang!


Pressemitteilung vom 14.11.2025


Bahnhofswald vor Gericht – voller Erfolg für BUND und BI Bahnhofsviertel


Das jahrelange Tauziehen um den Hotelneubau an der Bahnhofstraße ist entschieden.
Die Stadt Flensburg hatte den Investoren im Januar 2021 die umstrittene Baugenehmigung
erteilt. Dagegen klagte der BUND unterstützt von der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel.
Nun fiel die Entscheidung vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht:
Die Baugenehmigung wird aufgehoben! Der der Genehmigung zugrundeliegende Bebauungsplan
verstößt nach Auffassung des Gerichts gegen gleich mehrere umweltbezogene
Rechtsvorschriften. Tiefgreifende Mängel wurden festgestellt sowohl was den
Arten- wie auch den Biotopschutz betrifft. Das Gericht rügte insbesondere die fehlende
Abwägung hinsichtlich der im Baugebiet vorhandenen Quelle, aber auch die unzureichende
Beachtung des Biotops „Artenreicher Steilhang“. Grundsätzlich müsse vor
der Erstellung eines Bebauungsplans weitaus sorgfältiger geprüft werden, ob sich
Hindernisse ergeben könnten, die aus Gründen des Naturschutzes einer Bebauung des
Gebietes entgegenstehen.
Die Bürgerinitiative sieht durch das Urteil des Verwaltungsgerichts all die Zweifel
bestätigt, die sie von Anbeginn gegen das Bauprojekt anführte. BI-Sprecherin Christiane
Schmitz-Strempel sagt:“ Wir sind sehr froh darüber, dass das Gericht die Einwände
aus der Sicht des Naturschutzes bestätigt hat. Natur-und Waldschutz haben mit
diesem Urteil einen deutlichen Sieg errungen. Aber wir blicken nach vorn. Jetzt
kommt es darauf an, dass die Stadt Flensburg die richtige Konsequenz zieht. Und die
kann nur heißen: Keinerlei Bebauung auf der Fläche des Bahnhofswalds! Hier muss
die Natur Vorrang haben. Bäume sollen wieder wachsen, das Biotop sich erholen dürfen.
Unsere BI wird dieser Forderung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln
Nachdruck verleihen!“